Dr. Dirk Hänisch

IJAB zieht Bilanz über die Arbeit im Jahr 2017

IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland gibt im Jahresbericht einen Überblick über Tätigkeit und Arbeitsergebnisse im vergangenem Jahr. Zu den Tätigkeitsfeldern zählen die Gestaltung der jugendpolitischen Zusammenarbeit, die Ermöglichung des internationalen Austauschs, die Weiterentwicklung der Internationalen Jugendarbeit, die wissensbasierte Gestaltung von Praxis und Politik, die digitale Jugendbildung und -beteiligung sowie die Sichtbarmachung der Potenziale der Internationalen Jugendarbeit.

BildImage: Bettina Ausserhofer/Axel Lauer/Bettina Ausserhofer

Internationale Jugendarbeit ist ein Aktions- und Lernfeld für Pluralismus und Demokratie, achtet Vielfalt und orientiert sich in ihrer Arbeit an Werten. Wie sich IJAB als Fachstelle für internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland diesen Herausforderungen gestellt hat, war im Laufe des Jahres 2017 bei den Veranstaltungen anlässlich der Gründung von IJAB vor fünfzig Jahren immer wieder Thema. Der Gedanke, der 1967 zur Gründung von IJAB führte, ist hochaktuell: Durch Begegnung und Dialog von jungen Menschen Brücken über kulturelle, religiöse oder soziale Unterschiede hinweg bauen mit dem Ziel von internationaler Verständigung.

Für diese Ziele gibt es auch immer Hindernisse. Viele kennen wir aus den Nachrichten: Spannungen und kriegerische Konflikte, die Zunahme von Ressentiments gegen alles Fremde oder die großen Unterschiede zwischen Ländern in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht. In seinem Jubiläumsjahr hat IJAB in einer Reihe von Veranstaltungen mit seinen Trägern und Partnern über Einschätzungen und Antworten diskutiert und als Ergebnis festgehalten, dass heute globales Denken und ein Mehr an internationaler Zusammenarbeit in Europa und der Welt von zentraler Bedeutung sind.

Über das vergangene Jahr hat IJAB die Träger internationaler Jugendarbeit in der bilateralen Zusammenarbeit mit China, Japan und der Türkei unterstützt und Impulse für die nationale Kinder- und Jugendhilfe gegeben. Hervorzuheben ist die Begleitung der geplanten Gründung eines Deutsch-Griechischen Jugendwerks. Auch acht Jahre nach dem arabischen Frühling begleitet IJAB mit großer Resonanz die jugendpolitische Zusammenarbeit mit und in Nordafrika, um Zivilgesellschaft und demokratische Jugendstrukturen zu stärken. Der Schwerpunkt lag dabei auf Tunesien, Marokko und Ägypten.

Ein Höhepunkt des Jahres war der Jugendgipfel im Rahmen des G20-Gipfels, den IJAB für das Bundesjugendministerium koordinierte. Jugendliche aus G20-Staaten, Vertreter/-innen aus Entwicklungs- und Schwellenländern sowie von internationalen Organisationen diskutierten die G20-Themen und übergaben ihre Forderungen der Bundeskanzlerin und der Bundesjugendministerin.

Eine wichtige Aufgabe sieht IJAB darin, jungen Menschen unabhängig von sozialer Herkunft oder individuellen Beeinträchtigungen Zugänge zur grenzüberschreitenden Lernmobilität zu ermöglichen. Dies geschah auf kommunaler Ebene über die Initiative Kommune goes International und generell durch die Entwicklung der Inklusionsstrategie VISION:INKLUSiON. Auch die Informations- und Beratungsarbeit durch das Netzwerk Eurodesk leistet hierzu seit 20 Jahren einen wichtigen Beitrag.

Der vorliegende Bericht gibt einen Überblick über Grundlagenarbeit, Initiativen und Projekte von IJAB im Jahr 2017. Ermöglicht wurden diese Aktivitäten durch die Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Auswärtigen Amts, des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz, der Bundesländer und der Europäischen Kommission sowie der Robert Bosch Stiftung. Die gute Zusammenarbeit mit den IJAB-Mitgliedern, dem BMFSFJ, den europäischen Institutionen genauso wie mit den Trägern der Kinder- und Jugendhilfe vor Ort und den Partnern im In- und Ausland war maßgeblich für eine erfolgreiche Arbeit.

Link zum Jahresbericht (pdf): >>> bitte hier klicken!

Lizenz: INT 4.0 – Namensnennung – keine Bearbeitung CC BY-ND 4.0


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