youthpart - ePartizipation vor Ort

Wie können Jugendliche in der digitalen Gesellschaft mit gestalten? Welche Erfahrungen gibt es dazu bereits im In- und Ausland? Welche neuen Modelle eröffnen Jugendlichen bessere Beteiligungsmöglichkeiten? Diesen Fragen widmete sich von 2011-2014 das multilaterale Kooperationsprojekt „ePartizipation: Internationaler und nationaler Erfahrungsaustausch sowie Modellentwicklung für mehr Jugendbeteiligung in der digitalen Gesellschaft“, kurz „Youthpart“.

Youthpart
BildImage: Christian Herrmann  INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – keine Bearbeitung CC BY-NC-ND 3.0

"Youthpart" ist als offener, gemeinschaftlicher Austauschprozess konzipiert. Das multilaterale Kooperationsprojekt verknüpft die Empfehlungen im Bereich Partizipation des BMFSFJ mit einer im Rahmen des europäischen und internationalen Austauschs initiierten Zusammenarbeit mit ausgewählten Partnerländern zur ePartizipation.
 
Grundlegend werden hierzu innovative ePartizipationsverfahren auf nationaler und internationaler Ebene identifiziert. Diese werden nach jugendgerechten Kriterien einer wirksamen Partizipation systematisiert und dokumentiert. Im Fortgang des Projekts werden Modellvorhaben öffentlicher Verwaltungen und der Jugendarbeit bei der Erprobung begleitet und in Form partnerschaftlicher Beratung weiterentwickelt werden.

Ziel des Projektes ist die Unterstützung, Beratung und gemeinschaftliche Weiterentwicklung netzbasierter Beteiligungsformate in Kooperation zwischen Deutschland und den Partnerländern.

Cathrin Piesche

Jugendbeteiligung in der digitalen Gesellschaft: Wettbewerb für Städte, Gemeinden und Landkreise

Wirksame Mitbestimmungsmöglichkeiten sind ein wichtiges Signal für Jugendliche, dass es im demokratischen System und in der eigenen Lebenswelt notwendig und lohnenswert ist, sich einzumischen. Das multilaterale Kooperationsprojekt youthpart bietet interessierten Städten, Gemeinden und Landkreisen Unterstützung bei der Entwicklung von ePartizipations-Projekten.

BildImage: Dirk Hänisch / IJAB

Das Recht Jugendlicher, sich an politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen zu beteiligen und diese so mitzugestalten, wurde in den letzten Jahrzehnten an vielen Stellen auf nationaler und internationaler Ebene verankert. Wirksame Mitbestimmungsmöglichkeiten sind ein wichtiges Signal für Jugendliche, dass es im demokratischen System und in der eigenen Lebenswelt notwendig und lohnenswert ist, sich einzumischen. Wo Jugendliche in das politische und institutionelle Geschehen eingebunden werden, eröffnen sich für alle Seiten vielfältige Handlungs- und Lernfelder: Die Jugendlichen können sich so mit zukunftsweisenden Maßnahmen besser identifizieren und die Planungen und Entscheidungen können dadurch passgenauer und wirksamer auf die Lebenswelt und die Bedürfnisse von Jugendlichen zugeschnitten werden. 

Wie in allen Lebensbereichen spielt auch hier die Einbindung des Internets eine immer größere Rolle. Durch netzbasierte Beteiligung an demokratischen Prozessen und neue Formen der Entscheidungsfindung ergeben sich vielfältige neue Chancen für alle. Das Schlagwort: ePartizipation. Diese neuen Potentiale zur Beteiligung junger Menschen will Dialog Internet nutzen und deren Ausschöpfung fördern.

Zur Unterstützung von netzbasierten Beteiligungsverfahren für Jugendliche hat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder das Projekt „Youthpart: Internationaler und nationaler Erfahrungsaustausch sowie Modellentwicklung für mehr Jugendbeteiligung in der digitalen Gesellschaft“ ins Leben gerufen.

Zu diesem Projekt werden ausgewählte Partner eingeladen, die bereits Beteiligungsprojekte auf Lokal-, Regional- und Bundesebene planen, um die Beteiligung Jugendlicher mit den Möglichkeiten des Internets gemeinsam weiterzuentwickeln. Dabei sollen vor allem auch neu entwickelte Verfahren und Softwaretools für mehr Jugendbeteiligung vor Ort entstehen und zur Verfügung gestellt werden.

Das Projekt wird darüber hinaus von einem internationalen Austauschprozess begleitet: Bei internationalen Expertentreffen werden Erfahrungen ausgetauscht und in internationalen Peer-Learning-Workshops Wissenstransfer unmittelbar zwischen den Projekten ermöglicht. 

Das Projekt „Youthpart“, das von IJAB – Fachstelle für internationale Jugendarbeit e.V. durchgeführt wird, bietet interessierten Städten, Gemeinden und Landkreisen konkret:

  • Unterstützung von lokalen Beteiligungsvorhaben durch qualifizierende Beratung 
  • Unterstützung bei der Entwicklung von Konzepten und ePartizipationsverfahren 
  • Neu entwickelte Softwarewerkzeuge zur Realisierung lokaler Beteiligungsvorhaben
  • Vermittlung von Expertinnen und Experten im Bereich Softwareentwicklung, Umsetzung und Begleitung von ePartizipationsverfahren
  • Vernetzungsstrukturen auf nationaler und internationaler Ebene

Ihre Stadt, Ihre Gemeinde oder Ihr Landkreis ist bereits aktiv in Beteiligungsverfahren Jugendlicher oder hat sich entschieden, ePartizipation für eine stärkere Beteiligung junger Menschen zu nutzen? Dann bewerben Sie sich für die Teilnahme!

Bewerbungen können ab sofort eingereicht werden. Das Projekt startet am 01. Juni 2012, die Begleitung läuft bis Juni 2014. Bewerbungsschluss ist der 01. Juni 2013.

>>> Weitere Informationen zum Projekt, zu den Teilnahmebedingungen und zur Bewerbung (PDF)

[Quelle: www.dialog-internet.de]



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