Netzwerk Kommune goes International

Vernetzung, Erfahrungsaustausch, Qualifikation und Beratung: Das Netzwerk Kommune goes International ist die jugendpolitische Initiative zur Stärkung der Internationalen Jugendarbeit in der Kommune. Kommunen, die sich verstärkt der Internationalen Jugendarbeit widmen und ihre besonderen Potenziale für ihre Jugendlichen und die Entwicklung der Kommunen nutzen möchten, sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.

BildImage: Fotostudio Heupel | IJAB

Worum geht es im Netzwerk Kommune goes International?

Das Netzwerk Kommune goes International (KGI) möchte Internationale Jugendarbeit auf kommunaler Ebene strukturell verankern und nachhaltig stärken. Als Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland unterstützt IJAB im Rahmen des KGI-Netzwerks Kommunen, die politische Prozesse zur Umsetzung dieser Zielvorstellung anstoßen oder intensivieren möchten, mit einem vielseitigen Angebot an Beratung, Vernetzung, Qualifikation und Information.

Wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen zeigen, dass Internationale Jugendarbeit einen Beitrag zur Chancengerechtigkeit in unserer Gesellschaft leisten kann. Explizites Ziel des KGI-Netzwerks ist es daher Rahmenbedingungen vor Ort zu schaffen, die es allen jungen Menschen ermöglichen, grenzüberschreitende Mobilitätserfahrungen zu machen.
Von 2011 bis 2014 führte IJAB die Initiative Kommune goes International durch bei der sich deutschlandweit 21 Kommunen auf den Weg machten, ihre Angebote für den internationalen Jugend- und Fachkräfteaustausch auszubauen und zu verstetigen. In dieser ersten Phase erprobte Verfahren konnten gute Erfolge erzielen und sollen nun im Rahmen des KGI-Netzwerks in mehr Kommunen Anwendung finden.

Der Kommune goes International – Prozess

Zur politischen und strukturellen Verankerung der Internationalen Jugendarbeit durchlaufen die Kommunen einen Prozess, der die Bildung eines kommunalen Netzwerks, Erarbeitung eines lokalen Entwicklungsplans und die Umsetzung sowie Evaluation der darin aufgeführten Maßnahmen beinhaltet.

Das kommunale Netzwerk besteht aus öffentlichen und freien Trägern der Internationalen Jugendarbeit, aber auch weiteren lokalen Partnern wie Jugendverbände, Jugendsozialarbeit, Jugendberufshilfe, Schulsozialarbeit, Migrantenselbstorganisationen, Jugendmigrationsdienste, Integrationsbeauftragte, Unternehmen oder Arbeitsagenturen.

Die Arbeit des kommunalen Netzwerks beginnt mit der Erarbeitung eines lokalen Entwicklungsplans zur Internationalen Jugendarbeit in der Kommune. Gemeinsam werden konkrete Ziele festgelegt und Maßnahmen zu deren Umsetzung entwickelt und durchgeführt. Um den individuellen Gegebenheiten vor Ort Rechnung zu tragen und für alle Beteiligten umsetzbare und förderliche Ergebnisse zu verfolgen, basiert der lokale Entwicklungsplan auf einer Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse. Konkrete Schritte zur kommunalen Verankerung und Stärkung der Internationalen Jugendarbeit könnten sein:

  • Einrichtung von Servicestellen zur Beratung und Unterstützung der Träger, Fachkräfte und Jugendlichen
  • Politische Absicherung des lokalen Entwicklungsplans im Jugendhilfeausschuss
  • Qualifizierung von Fachkräften durch Schulungen und internationalen Fachkräfteaustausch
  • Entwicklung neuer Maßnahmen Internationaler Jugendarbeit und neue Kooperationen
  • Öffentlichkeitsarbeit zur Anerkennung von Internationaler Jugendarbeit als nichtformales Bildungsangebot

Weitere Informationen zu KGI finden Sie auf: www.jive-international.de

Das Netzwerk Kommune goes International bietet

  • Beratung: Die KGI-Kommunen werden von IJAB regelmäßig beraten und bei der strukturellen und politischen Verankerung Internationaler Jugendarbeit vor Ort begleitet.
  • Vernetzung: Bundesweite Netzwerktreffen, Werkstattgespräche und Fachtage bieten den Netzwerkmitgliedern eine Plattform, sich regelmäßig auszutauschen und weiterzubilden. Zudem gibt es die Option eine Tandem-Patenschaft mit einer anderen Kommune einzugehen.
  • Information: Für die KGI-Kommunen werden Handreichungen und Arbeitshilfen zu relevanten Themen erstellt und ein Infobrief mit aktuellen Inhalten versendet.
  • Qualifizierung: Im Rahmen von Trainingsseminaren können sich Fachkräfte aus den Kommunen zu einer Vielzahl von Themen fortbilden. Zudem gibt es die Möglichkeit an Fortbildungen wie der Eurodesk-Mobilitätslotsenschulung oder Eurodesk-Förderprogrammworkshop teilzunehmen. 

Teilnahme am Netzwerk Kommune goes International

Aufgenommen werden öffentliche Verwaltungen der Kinder- und Jugendhilfe aus Städten, Gemeinden und Landkreisen, die Interesse daran haben in enger Zusammenarbeit mit freien Trägern die Internationale Jugendarbeit vor Ort zu stärken und auszubauen. Die Initiative richtet sich sowohl an Kommunen, die bereits Internationale Jugendarbeit in der Jugendhilfe verankert haben, als auch an solche Städte, Gemeinden und Landkreise, die bisher wenig oder keine Erfahrungen in diesem Bereich haben. Es sollte eine feste Ansprechperson aus der kommunalen Verwaltung benannt werden. Zudem wird die Motivation Internationale Jugendarbeit vor Ort zu verändern und stärken, sowie die Bereitschaft zur Teilnahme an KGI-Veranstaltungen und Übernahme von Reisekosten vorausgesetzt.

Wenn Sie Interesse an einer Teilnahme am Netzwerk Kommune goes International habe, nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.

Kommune goes International ist Teil der jugendpolitischen Initiative JiVE. Jugendarbeit International – Vielfalt erleben und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Das Netzwerk Kommune goes International wird in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Landkreistag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund durchgeführt.

Zentrale Akteure stellen die KGI-Initiative im Film vor

BildImage: Meike Böschemeyer | IJAB

Carina Feuerriegel

Netzwerktreffen von Kommune goes International – jetzt anmelden!

IJAB lädt in Zusammenarbeit mit dem Amt für Soziale Arbeit der Stadt Wiesbaden zum KGI-Netzwerktreffen 2017 am 7. November in Wiesbaden ein. Fachkräfte aus der kommunalen Verwaltung sowie von öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet ein vielseitiges Programm. [mehr]

BildImage: EJBW

Rabeya Müller

Interreligiöse Kompetenz als Chance

Seit 2015 die Flüchtlingszahlen zugenommen haben, sehen sich ehrenamtliche, aber auch hauptamtliche Fachkräfte der Jugendarbeit in Deutschland zunehmend mit dem Bedarf nach einem kultursensiblen Umgang besonders im interreligiösen Bereich konfrontiert. Rabeya Müller gibt Empfehlungen, wie ein respektvolles und friedliches Zusammenleben in Deutschland gelingen kann. [mehr]

Eine Gruppe von Menschen unterschiedlicher Nationalität unterhält sich in einem Raum.
BildImage: EJBW

Carina Feuerriegel

Methoden der Internationalen Jugendarbeit für Projekte mit Geflüchteten

Internationale Jugendarbeit schafft bewusst Anlässe, bei denen sich Menschen unterschiedlicher Herkunft über Grenzen hinweg treffen und kennenlernen. Aber auch innerhalb Deutschlands entstehen immer neue interkulturelle Begegnungsräume. Wie Methoden aus dem Internationalen bei uns in Projekten mit jungen Geflüchteten angewandt werden können und zu einem friedvollen, toleranten Miteinander beitragen, zeigt eine neue Arbeitshilfe des Projekts Netzwerk Kommune goes International. [mehr]

BildImage: Christian Herrmann   Lizenz: INT 4.0 – Namensnennung CC BY 4.0

Christian Herrmann

Jugendarbeit und Schule: Jugendaustausch lebt von der Begeisterung derer, die ihn machen

Es sind dieselben jungen Menschen, die morgens in die Schule und nachmittags ins Jugendzentrum gehen. Dennoch sind die Berührungen beider Bildungsbereiche rar. Könnte das bei internationalen Projekten anders sein? Das Team von „Kommune goes International“ hat auf einem Fachtag Akteure aus Schule und Jugendarbeit zusammengebracht, um die Möglichkeiten von Kooperationen auszuloten. [mehr]

BildImage: IJAB | Giebel

Carina Feuerriegel

Wege zum erfolgreichen Förderantrag leicht gemacht

Beim dritten und letzten Trainingsseminar des Jahres 2016 drehte sich am 12. und 13. Oktober in Lauenburg alles um die Frage: Wie kann ich Internationale Jugendarbeit gut finanzieren? Die Förderung durch Erasmus+ und das Deutsch-Französische Jugendwerk sowie die Akquise von Eigenmitteln standen besonders im Fokus der Kommune goes International-Veranstaltung. [mehr]

BildImage: Christian Herrmann | IJAB

Christian Herrmann

Wirtschaft und Politik für die Internationale Jugendarbeit gewinnen

Zwei Tage, zwei Themen und ein roter Faden: Bei den Werkstattgesprächen von „Kommune goes International“ diskutierten die Teilnehmer/-innen am 20. und 21. September in Hamburg, wie man Bündnispartner zur Stärkung der Internationalen Jugendarbeit vor Ort gewinnen kann. Im Blick hatten sie dabei Wirtschaft und Politik. [mehr]

BildImage: junpinzon | shutterstock.com

Kerstin Giebel

Jetzt anmelden für das KGI-Trainingsseminar „Internationale Jugendarbeit gut finanziert. Wege zum erfolgreichen Förderantrag“

Vom 12. bis 13. Oktober 2016 lädt das Netzwerk Kommune goes International (KGI) Vertreter(inn)en beteiligter und interessierter Kommunen zum dritten Trainingseminar des Jahres in die Jugendherberge Zündholzfabrik nach Lauenburg ein. Das Thema: „Internationale Jugendarbeit gut finanziert. Wege zum erfolgreichen Förderantrag“ [mehr]

Eine Frau steht vor einem Flip-Chart und spricht.
BildImage: Kerstin Giebel

Carina Feuerriegel

Jugendlichen ermöglichen, die Zukunft mitzugestalten

In der Projektphase seit 2015 sind neue lokale Partner zur Initiative „Kommune goes International“ hinzugestoßen. Sie haben sich selbst die Aufgabe gestellt, Internationale Jugendarbeit wieder in den kommunalen Strukturen zu verankern. Mit einem Trainingsseminar im April wurden sie dabei unterstützt, lokale Entwicklungspläne auf den Weg zu bringen. Mit zwei Teilnehmenden haben wir über ihre Eindrücke und Perspektiven gesprochen. [mehr]

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