Vier junge Frauen schauen in die Kamera. Vier junge Frauen schauen in die Kamera.
Partnerländer

Zusammenarbeit mit Japan

Japan – das ist das Land, aus dem Sushi und Manga kommen, das für uns ein Sinnbild für technologischen Fortschritt ist und dessen fernöstliche Traditionen uns gleichermaßen befremden und faszinieren. So fern uns dieses Land manchmal erscheinen mag, ist Japan doch mit den gleichen Herausforderungen konfrontiert, wie viele (post-)industriellen Gesellschaften: der demographische Wandel und Fragen des sozialen Zusammenhalts spielen dabei ebenso eine Rolle, wie Fragen der beruflichen Integration junger Menschen und ein sicherer, kompetenter Umgang mit den neuen Medien.

Diese Fragen beschäftigen auch die deutsche Kinder- und Jugendhilfe. Japan wiederum hat seine eigene Perspektive, mit der diese Phänomene betrachtet werden. Dementsprechend anders ist die Herangehensweise zur Lösung dieser Herausforderungen. In dieser Unterschiedlichkeit liegt für Fachkräfte beider Länder ein großes Potenzial für gegenseitiges Lernen. Ein Austausch mit Japan kann ganz eigene gewinnbringende Impulse bieten, die zur Weiterentwicklung der konzeptionellen und praktischen Arbeit hierzulande genutzt werden können.  

Die deutsch-japanische Zusammenarbeit im Jugendbereich zeichnet sich durch eine hohe Stabilität aus und der Austausch von Fachkräften kann auf eine fast 50-jährige Geschichte zurückblicken. Dies spiegelt sich auch in der Qualität der Programme mit Japan wider. Seit 2019 stehen Fragen des medialen Umfelds junger Menschen im Mittelpunkt der Kooperation.

Fortbildungen und Veranstaltungen

Im Jahr 2019 haben folgende Fachaktivitäten stattgefunden:

Im Jahr 2018 haben die folgenden Fachaktivitäten stattgefunden:

Im Jahr 2017 haben die folgenden Fachaktivitäten stattgefunden:

Information und Beratung

Damit ein nachhaltiger und intensiver deutsch-japanischer Austausch im Jugendbereich gelingen kann, steht IJAB den Trägern der Kinder- und Jugendhilfe bei der (Weiter-)Entwicklung eigener Austauschaktivitäten mit Informations- und Beratungsangeboten unterstützend zur Seite. Neben den Länderinformationen zu Japan können die zuständigen Ansprechpartner/-innen gerne telefonisch oder per E-Mail kontaktiert werden.

Hintergrund: jugendpolitische Zusammenarbeit mit Japan

In der jugendpolitischen Zusammenarbeit mit Japan führt IJAB im Auftrag das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) regelmäßig Fachprogramme durch. Die deutsch-japanischen Fachkräfteprogramme dienen dem Austausch von fachlichen Erfahrungen zu relevanten Themen der Kinder- und Jugendhilfe. Der Austausch soll zur Fortentwicklung der Jugendhilfe in den vereinbarten Themenbereichen beitragen sowie den Teilnehmenden ermöglichen, neue Sichtweisen und Lösungsansätze für gemeinsame Probleme zu erkennen. Gleichzeitig fördert der Austausch die Vertiefung der Länderbeziehungen durch die Begegnung der Fachkräfte und den Ausbau des gegenseitigen kulturellen Verständnisses.

Die beiden für den Fachkräfteaustausch verantwortlichen Ministerien sind das japanische Bildungsministerium (Ministry of Education, Culture, Sports, Science and Technology, MEXT) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Die Umsetzung des Fachkräfteaustausches mit der Bezeichnung „Deutsch-Japanisches Studienprogramm“ erfolgt auf japanischer Seite durch die National Institution for Youth Education (NIYE). Auf deutscher Seite wird das Studienprogramm bestehend aus zwei thematisch ausgerichteten Fachgruppen jeweils von IJAB und vom Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin (JDZB) verantwortlich geleitet. Darüber hinaus führen die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (www.bkj.de), das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) und die Deutsche Sportjugend (dsj) im Rahmen der jugendpolitischen Zusammenarbeit mit Japan Fachkräfteprogramme mit ihren japanischen Partnerorganisationen durch.

Die Themen und Inhalte der Zusammenarbeit werden im Rahmen von bilateralen Fachgesprächen zwischen dem BMFSFJ und dem MEXT vereinbart. Das aktuelle Protokoll wurde während der Zweiten Deutsch-Japanischen Regierungsgespräche 2018 über die Fortführung der deutsch-japanischen Programme im November in Berlin verabschiedet (Deutsch/Japanisch).

Historie

Die jugendpolitische Zusammenarbeit mit Japan kann auf eine langjährige erfolgreiche Tradition zurückblicken. Sie beruht auf dem 1957 unterzeichneten Kulturabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Japan. Erste organisierte Formen eines deutsch-japanischen Jugendaustausches entwickelten sich bereits in den Jahren 1953 bis 1964. Aus der „Olympia-Fahrt der Deutschen Jugend“ im Jahre 1964 anlässlich der Olympischen Spiele in Tokyo wurde ein von beiden Regierungen mit öffentlichen Mitteln gefördertes offizielles Jugendbegegnungsprogramm „Japanfahrt der deutschen Jugend / Deutschlandfahrt der japanischen Jugend“ durchgeführt. Das bilaterale Begegnungsprogramm wurde 1971 um einen Fachkräfteaustausch erweitert, der seither kontinuierlich weiterentwickelt wurde.

Neben dem Deutsch-Japanischen Studienprogramm und den Fachaktivitäten in der Zusammenarbeit mit dem MEXT führt das Büro des japanischen Ministerpräsidenten (Cabinet Office) seit 2002 ein multilaterales Qualifizierungsprogramm mit dem Titel „Young Core Leaders of Civil Society Groups Development Program“ in Japan und verschiedenen Partnerländern durch. Das BMFSFJ ist seit 2008 regelmäßig dazu eingeladen worden, deutsche Fachkräfte nach Japan zu entsenden und für die japanischen Fachkräfte entsprechende Fachprogramme in Deutschland anzubieten. IJAB übernimmt im Auftrag des BMFSFJ die Durchführung dieser Programme.

Eine Gruppe japanischer Kinder in traditioneller Tracht
Aktuelle Beiträge zu Japan

IJAB berichtet regelmäßig über seine Aktivitäten zur Förderung des deutsch-japanischen Jugend- und Fachkräfteaustauschs. Dort finden Sie auch aktuelle Ausschreibungen zu Fortbildungen und Fachprogrammen.

Mehr erfahren
Ansprechpartner/-innen
Claudia Mierzowski
Referentin für Internationale jugendpolitische Zusammenarbeit
Tel.: 0228 9506-109
Portrait Timo Herdejost
Timo Herdejost
Sachbearbeitung
Tel.: 0228 9506-130
Publikationen zu Japan
Dokumentation des Deutsch-Japanischen Studienprogramms vom 25. Mai - 08. Juni 2019 in Japan
#jugend #medien #japan