Jugendpolitische Zusammenarbeit mit Japan

BildImage: flickr | Vutichai Wongnophadol  INT 3.0 – Namensnennung – nicht kommerziell – keine Bearbeitung CC BY-NC-ND 3.0

In der jugendpolitischen Zusammenarbeit mit Japan führt IJAB im Auftrag das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ( BMFSFJ) regelmäßig Fachprogramme durch. Die deutsch-japanischen Fachkräfteprogramme dienen dem Austausch von fachlichen Erfahrungen in identifizierten Themenbereichen der Kinder- und Jugendhilfe. Der Austausch soll zur Fortentwicklung der Jugendhilfe in den vereinbarten Themenbereichen beitragen sowie den Teilnehmenden ermöglichen, andere Sichtweisen und Lösungsansätze für gemeinsame Probleme zu erkennen. Gleichzeitig fördert der Austausch die Vertiefung der Länderbeziehungen durch die Begegnung der Fachkräfte und den Ausbau des gegenseitigen kulturellen Verständnisses.

Die beiden für den Fachkräfteaustausch verantwortlichen Ministerien sind das japanische Bildungsministerium (Ministry of Education, Culture, Sports, Science and Technology, MEXT) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Die Umsetzung des Fachkräfteaustausches mit der Bezeichnung „Deutsch-Japanisches Studienprogramm“ erfolgt auf japanischer Seite durch die National Institution for Youth Education (NIYE). Auf deutscher Seite wird das Studienprogramm bestehend aus zwei thematisch ausgerichteten Fachgruppen jeweils von IJAB und vom Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin (JDZB) verantwortlich geleitet. Abgesehen von IJAB und dem JDZB führen im Rahmen der jugendpolitischen Zusammenarbeit mit Japan die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ), das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) und die Deutsche Sportjugend (dsj)  Fachkräfteprogramme mit ihren japanischen Partnerorganisationen durch.

Die Themen und Inhalte der Zusammenarbeit werden im Rahmen von bilateralen Fachgesprächen  zwischen dem BMFSFJ und dem MEXT bewertet und besprochen. Das aktuelle Protokoll wurde während der Zweiten Deutsch-Japanischen Regierungsgespräche 2016 über die Fortführung der deutsch-japanischen Programme am 24./25. November 2016 in Köln verabschiedet (Deutsch/Japanisch).

Die jugendpolitische Zusammenarbeit mit Japan kann auf eine langjährige erfolgreiche Tradition zurückblicken. Sie beruht auf dem 1957 unterzeichneten Kulturabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Japan. Erste organisierte Formen eines deutsch-japanischen Jugendaustausches entwickelten sich bereits in den Jahren 1953 bis 1964. Aus der „Olympia-Fahrt der Deutschen Jugend“ im Jahre 1964 anlässlich der Olympischen Spiele in Tokyo wurde ein von beiden Regierungenmit öffentlichen Mitteln gefördertes offizielles Jugendbegegnungsprogramm „Japanfahrt der deutschen Jugend / Deutschlandfahrt der japanischen Jugend“. Das bilaterale Begegnungsprogramm wurde 1971 um einen Fachkräfteaustausch erweitert, der seither kontinuierlich weiterentwickelt wurde.

Neben dem Deutsch-Japanischen Studienprogramm und den Fachaktivitäten in der Zusammenarbeit mit dem MEXT führt das Büro des japanischen Ministerpräsidenten (Cabinet Office) seit 2002 ein multilaterales Qualifizierungsprogramm mit dem Titel „Young Core Leaders of Civil Society Groups Development Program“ in Japan und verschiedenen Partnerländern durch. Das BMFSFJ ist seit 2008 regelmäßig dazu eingeladen worden, deutsche Fachkräfte nach Japan zu entsenden und für die japanischen Fachkräfte entsprechende Fachprogramme in Deutschland anzubieten. IJAB ist seitens des BMFSFJ beauftragt worden, diese Programme verantwortlich durchzuführen.

Im Jahr 2017 sind seitens IJAB die folgenden Fachaktivitäten geplant:

Im Jahr 2016 haben die folgenden Fachaktivitäten stattgefunden:

Im Jahr 2015 haben die folgenden Fachaktivitäten stattgefunden:

  • Fachprogramm des Büros des japanischen Ministerpräsidenten "Soziale Aktivitäten und bürgerschaftliches Engagement" vom 23. Februar bis zum 10. März 2015 in Japan
  • Deutsch-Japanisches Studienprogramm zum Thema „Integration junger Menschen in die Gesellschaft: Übergänge von der Schule in die Arbeitswelt“ vom 09. bis 23. Mai 2015 in Japan (Ergebnisbericht als Download)
  • Deutsch-Japanisches Studienprogramm zum Thema „Integration junger Menschen in die Gesellschaft: Übergänge von der Schule in die Arbeitswelt“ vom 01. bis 14. November 2015 in Deutschland

Im  Jahr 2014 haben die folgenden Fachaktivitäten stattgefunden:

Im Jahr 2013 haben die folgenden Fachaktivitäten stattgefunden:

Im Jahr 2012 haben die folgenden Fachaktivitäten stattgefunden:

In den Jahren 2005-2007 standen die Themen „Jugendmedienschutz/Jugendmedienkompetenz“ und 2008-2010 "Systeme und Methoden früher Förderung“ im Fokus. 2011 und 2012 wurde zum Thema „Zusammenarbeit von schulischer und non-formaler Bildung“ gearbeitet.

Hintergrundinformationen:

>> Länderinformationen zu Japan: Die Website DIJA.de von IJAB hält für alle Interessierten länderkundliche und jugendpolitische Informationen zu derzeit 18 Ländern bereit.

eine Gruppe japanischer Kinder in traditionellen Kostümen
BildImage: Ulrike Werner

Ulrike Werner

Inklusion in Japan und Europa: Verschiedene gesellschaftliche Hintergründe – ähnliche Herausforderungen

Es gibt verschiedene Rahmenbedingungen was die Gesetzgebung, die Infrastruktur oder auch gesellschaftliche und kulturelle Werte und Visionen angeht, aber ähnliche Herausforderungen. Das war eine zentrale Erkenntnis des Regionalprogramms in Oita/Japan im Rahmen des Fachaustausches des japanischen Cabinet Office vom 14. bis 28. Februar 2017. [mehr]

BildImage: Christian Jungk

Dorothea Wünsch

Fachkräfteaustausch mit Japan über zivilgesellschaftliches Engagement und Umsetzung einer regionalen "Cohesive Society"

Auf Einladung des japanischen Cabinet Office besuchte im Rahmen des „Community Core Leaders Development Program“ vom 13. bis zum 28. Februar 2017 eine deutsche Fachkräftegruppe Japan. Im Fokus des Programms stand die Qualifizierung und Vernetzung von Vertreter(inne)n zivilgesellschaftlicher Organisationen sowie die Förderung des gesellschaftlichen Engagements in der Community, hier insbesondere bei sozialen Aktivitäten für die Zielgruppen Ältere Menschen, Menschen mit Behinderung und Jugendliche. Damit soll ein Beitrag zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhaltes im Sinne einer „Cohesive Society“ geleistet werden. [mehr]

Dorothea Wünsch

Jetzt anmelden: Deutsch-Japanisches Studienprogramm „Inklusive Pädagogik und diversitätsbewusste Jugendarbeit“

Vom 20. Mai – 03. Juni 2017 führt IJAB im Auftrag des BMFSFJ ein deutsch-japanisches Studienprogramm zum Thema „Inklusive Pädagogik und diversitätsbewusste Jugendarbeit“ durch. Das Programm richtet sich an Fachkräfte von freien und öffentlichen Trägern, die in dem genannten Themenbereich theoretisch und/oder praktisch verantwortlich arbeiten. [mehr]

BildImage: Christian Herrmann

Christian Herrmann

Deutsch-Japanische Studienprogramme zu Inklusion und sozialem Nahraum: „So bunt wünsche ich mir unsere Gesellschaft“

Gibt es etwas, dass Japaner/-innen in Deutschland über Inklusion lernen können oder Deutsche in Japan? Sind für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im sozialen Nahraum vorbildliche Modelle in Deutschland oder Japan zu entdecken, die die Arbeit von Fachkräften inspirieren? Studienprogramme haben sich in diesem Jahr mit beiden Fragen beschäftigt. Ende November haben die Teilnehmer/-innen ihre Erfahrungen in Köln zusammengetragen. [mehr]

BildImage: Catrin Czymoch

Dorothea Wünsch

Einblicke und Erfahrungen bei multilateralem Fachkräfteaustausch in Japan

Vom 22.02. bis zum 08.03.2016 kamen Vertreter/-innen aus vier Nationen – Deutschland, UK, Österreich und Japan – zum Young Core Leaders of Civil Society Groups Development Program in Tokio zusammen. Das wesentliche Ziel dieses internationalen Fachaustausches besteht darin, junge Fachkräfte zu qualifizieren, ein internationales Netzwerk aufzubauen sowie in gemeinsamen Diskussionen der japanischen Seite so viel praxisnahes Wissen wie möglich zur Verfügung zu stellen um Lösungsansätze zu aktuellen, sozialen Herausforderungen zu erarbeiten. Catrin Czymoch und Tom Ismer berichten. [mehr]

eine Frau steht vor einem Gestell mit japanischen Schriftzeichen
BildImage: Dorothea Wünsch

Dorothea Wünsch

Deutsch-Japanisches Studienprogramm „Inklusive Pädagogik“ ausgeschrieben

Vom 14. bis 28. Mai 2016 führt IJAB im Auftrag des BMFSFJ ein deutsch-japanisches Studienprogramm zum Thema " Inklusive Pädagogik“ durch. Das Programm zielt darauf ab, den Austausch über die aktuellen Entwicklungen zum Thema mit japanischen Kolleg(inn)en zu vertiefen und für die deutsche Fachdiskussion nutzbar zu machen. Interessierte können sich jetzt bewerben! [mehr]

BildImage: Wünsch | IJAB

Cathrin Piesche

Jetzt anmelden: Deutsch-Japanisches Studienprogramm "Integration junger Menschen in die Gesellschaft: Übergänge von der Schule in die Arbeitswelt“

Vom 9. – 23. Mai 2015 führt IJAB im Auftrag des BMFSFJ ein deutsch-japanisches Studienprogramm zum Thema "Integration junger Menschen in die Gesellschaft: Übergänge von der Schule in die Arbeitswelt“ durch. Die Anmeldung zu diesem Programm ist bis zum 27. Februar 2015 möglich. [mehr]

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